Von Stephan Plesnik

10 Faktoren die Deine Mitarbeiter glücklich machen!

Keiner ist immer zu 100% glücklich mit seinem Job. Es gibt natürlich auch mal schlechte Tage oder Phasen, in denen es einfach nicht gut läuft. Aber: Viele Arbeitnehmer sind auch unzufrieden mit den Rahmenbedingungen ihrer Tätigkeit.

Da gibt es zum einen den berühmten Fachkräftemängel, der zur Überbelastung der vorhandenen Arbeitnehmer führt. Das lässt sich hervorragend im Pflegebereich beobachten. Es fehlen Pfleger, also müssen die vorhandenen Mitarbeiter mehr arbeiten um das Pensum zu schaffen. Aber auch streng hierarchisch geführte Unternehmen führen zu Jobfrust.

Anweisungen kommen von oben, aber Ideen, Verbesserungsvorschläge und die Realität erreichen die oberste Etage nicht. Veraltete Strukturen, veraltetes Denken und dass allseits bekannte „Das machen wir hier immer schon so“ gibt den Overkill für Unzufriedenheit.

Also was macht Mitarbeiter glücklich?

Wertschätzung!

Wertschätzung gegenüber Deinen Mitarbeitern ist das A und O der Zufriedenheit! Vermittele Deinen Angestellten, dass ihre Arbeit wichtig ist. Gebe Feedback – und zwar nicht nur über das, was alles schlecht gelaufen ist. Hebe positive Aspekte hervor, begeistere Dich für einen erfolgreichen Projektabschluss und sage „Danke!“ Bedanke Dich auch für kleine Dinge. Sag Dinge wie „Ach übrigens, Frau Maier, ich wollte mich noch bei Ihnen bedanken dass Sie letzte Woche meine Präsentation überarbeitet und Rechtschreibfehler korrigiert haben. Damit haben Sie mir sehr geholfen.“ Oder: „Herr Becker, ich habe es Ihnen zwar noch nie gesagt, aber ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie unsere Buchhaltung so toll im Griff haben. Nie geht eine Rechnung zu spät raus oder wird angemahnt. Sie sind ein toller Gewinn für unser Unternehmen“.

Zack, da hast Du es: Deine Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt. Auch in Projekten funktioniert diese Methode. Hebe die positiven Ergebnisse hervor und mache deutlich, dass ein Fehler kein Weltuntergang, sondern ein Anreiz zum besser machen ist. Diese Einstellung entspannt auch die Mitarbeiter und trägt ganz nebenbei dazu bei, dass sie Ängste vor Fehlern abbauen, sich trauen, alternative Lösungsideen vorzubringen und letztendlich wertvolle Erfahrungen sammeln, die wiederum beim nächsten Projekt hilfreich sind.

Wichtig bei Deiner wertschätzenden Kommunikation: Meine es, wie Du es sagst! Dein Gegenüber spürt sofort, ob Du ehrlich bist. Das Gleiche gilt für Begeisterung. Auch die gilt es für viele Führungskräfte und Geschäftsführer (wieder) zu erlernen. Freude über die eigene Arbeit und die erzielten Ergebnisse, ebenso wie gemeinsame Begeisterung für eine Herausforderung oder ein abgeschlossenes Projekt oder einfach nur ein toller Arbeitstag schweißt zusammen und macht glücklich. Mitarbeiter fühlen sich bei diesem vorgelebten Verhalten zugehörig, und die Zustimmung anderer lässt das eigene Selbstvertrauen steigen.

Auch wertschätzende Gesten können helfen: Bringe Deiner Sekretärin doch einfach mal einen Blumenstrauß mit, und bedanke Dich ganz allgemein dafür, dass sie da ist. Oder frag, wie es Deinem Gegenüber geht und zeig Empathie.

Du kriegst mit, dass es einem Deiner Mitarbeiter augenscheinlich nicht gut geht? Bitte ihn zum Feierabend in Dein Büro und trinkt ein Bier zusammen. Frag Deinen Auszubildenden, ob er Vorschläge hätte wie die Ausbildung besser laufen könnte. Stimme mit den Mitarbeitern gemeinsam über ein Teamevent ab.

Du hast so viele Möglichkeiten, Deinen Mitarbeitern Wertschätzung entgegenzubringen. Fang sofort damit an und beobachte, wie Deine Mitarbeiter sich im Laufe der Zeit verändern!

Entscheidungen treffen

Erlerne, wie die Methode des systemischen Konsensierens die individuellen Bedürfnisse aller Partner respektiert.

Eigenverantwortung!

Nichts ist schlimmer für einen Menschen, als die immer gleichen Aufgaben in immer gleicher Art und Weise für die immer gleichen Ergebnisse zu erledigen. Damit ist nicht der allgemeine Arbeitsbereich gemeint, sondern eine wirklich stupide Tätigkeit.

Ein Beispiel aus dem wahren Leben: Meine Frau wurde während ihrer Ausbildung in verschiedenen Abteilungen eingesetzt. In der letzten Etappe der Ausbildung, etwa ein halbes Jahr vor Ende kam sie in die letzte Abteilung und war bereits nach zwei Wochen extrem übellaunig.

Der Grund lag in der Tätigkeit, die ihr übertragen worden war. Bestellungen mit Bestellnummern versehen, einscannen, versenden. Bei erfolgter Lieferung den Bestellschein im System abhaken, den Dateinamen umbenennen, ausdrucken und abheften. Das war ihre Aufgabe, Tag für Tag, 8 Stunden durchgehend, ohne Abwechslung, in immer der gleichen Reihenfolge.

Selbst eine vorsichtig vorgebrachte „Beschwerde“ wurde ignoriert, mit der Aussage, dass die zuständige Dame eben kurz vor der Rente stehe und die Unterstützung braucht. Oder andersherum: Wir haben keine Lust, uns mit dir zu beschäftigen und dir zu zeigen, was wir sonst noch so machen.

Eigenverantwortung für ein vielfältiges Aufgabengebiet hingegen lässt Menschen aufblühen. Immer dort, wo eigene Ideen und Arbeitsweisen ihren Platz haben, entstehen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gute Ergebnisse! Und wer die Chance hat, eigenverantwortlich zu arbeiten, auch Fehler machen zu dürfen und sich weiterzuentwickeln, bei dem stehen die Chancen ziemlich gut, zufrieden mit dem Job zu sein.

Denke stets daran: Selten ist ein Fehler so gravierend, dass er nicht wieder korrigiert werden kann. Außerdem gibt es noch ein höchst angenehmen Nebeneffekt, den Chefs auch (wieder) erlernen müssen: Kontrolle abgeben. Wenn Mitarbeiter in ihrem Aufgabengebiet Entscheidungen treffen dürfen – auch solche die Geld kosten – dann sollten sie das auch bis zu einem gewissen Grad tun dürfen.

Stell Dir vor, Deine Sekretärin möchte von Dir die Auswahl des Lokals für ein Geschäftsessen wissen. Oder welche Weihnachtskarten dieses Jahr versendet werden. Oder ob sie die Büromaterialien zum Preis von 133,42€ bestellen darf. Das kostet Dich auch Deine Zeit und Deine Mitarbeiterin Eigenverantwortung.

Achtung, Erinnerung an Punkt 1: Übertrage die Verantwortung an die Mitarbeiter, lege die Parameter fest, vergeude Deine Zeit nicht mit Aufgabenbereichen anderer und sage: „Frau Maier, Sie wissen viel besser als ich, welches Lokal geeignet ist, welche Karte am Schönsten ist und dass die Kosten für das Büromaterial sicherlich gerechtfertigt sind.”

Und schon hast Du Eigenverantwortung möglich gemacht und sogar Deine Wertschätzung ausgedrückt. Genial, nicht wahr?

Richtung festlegen

Erlerne Verhaltensregeln für eine harmonische und effektive Unternehmenskultur zu gestalten.

Flexibilität!

Besonders für jüngere Arbeitnehmer sehr wichtig und aus der modernen Gesellschaft kaum wegzudenken: Flexibilität. Das ist ein wichtiger Skill, den Arbeitgeber immer wieder in Jobausschreibungen verfloskeln, denn Arbeitgeber meinen damit zum Beispiel unterschiedliche Arbeitszeiten, Arbeitsorte, Aufgaben- und Aufgabenbereiche.

Was Mitarbeiter mit Flexibilität meinen, ist etwas völlig anderes: Spontan Urlaub nehmen dürfen, Home-Office, vielseitige Aufgaben, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gleitzeit, den Arbeitstag auch privaten Bedürfnissen, z.B. Arzt- oder Amtsterminen, anpassen. Sicherlich, es gibt Betriebsarten, zu denen Flexibilität nicht gut passt. Hier sprechen wir insbesondere von systemrelevanten Berufen und Betrieben, wie zum Beispiel Krankenhäusern und Polizei, aber auch Verkauf, Gastronomie oder Kindergarten.

Aber: In einem gewissen Rahmen und mit etwas Kreativität lässt sich auch hier ein Schwung Flexibilität unterbringen. Und insbesondere für Büroarbeitsplätze ist das einfach umsetzbar. Probiere es aus und zeig, dass Du Deinen Mitarbeitern was Gutes tun und auf veränderte Bedürfnisse Rücksicht nehmen möchtest.

Nehmen wir das Beispiel mit der Gleitzeit: Geregelt ist der Arbeitsbeginn um 08.30 Uhr. Hast Du einmal darüber nachgedacht, dass eine Mutter oder ein Vater unglaublich hetzen muss um das Kind pünktlich in den Kindergarten zu verfrachten um dann noch durch den Berufsverkehr jagt, um pünktlich bei der Arbeit zu sein?

Ganz ehrlich: Da ist doch schlechte Laune vorprogrammiert. Das fängt sogar schon an, wenn Dein Mitarbeiter morgens aufsteht. Sich selbst vorbereiten für den Tag, das Kind aus dem Bett schleifen, das ungeliebte Waschen / Anziehen hinter sich bringen und dann zu hören: „Bäh das mag ich nicht“ wenn man in dem ganzen Stress noch ein kleines Frühstück gezaubert hat. Also kommt Dein Mitarbeiter bereits gestresst und gehetzt im Büro an.

Willst Du das? Was glaubst Du, wie gut sind die Ergebnisse, die an diesem Tag geliefert werden? Wenn stattdessen eine Gleitzeitregelung eingeführt wird, die beispielsweise besagt: Arbeitsbeginn zwischen 08.00 und 09.00 Uhr, entlastest Du Deine Mitarbeiter und nimmst Druck weg. Zudem können diejenigen, die gern früh anfangen, früher kommen und diejenigen, die morgens mehr Zeit brauchen sind weniger gestresst.

Die Ergebnisse und auch die Laune wird sich spürbar bessern! Frage Dich außerdem: „Bezahle ich meine Mitarbeiter für ihre Zeit oder ihren Wert?

Schmerzen lindern

Erlerne eine Möglichkeit zur rationalen Analyse eines Problems und definiere direkt die richtige Lösung.

Moderne Strukturen, Arbeitsabläufe & Arbeitsgeräte!

Was ist schon modern“ magst Du vielleicht denken. Aber unterschätze nicht, dass moderne Abläufe, Geräte und Strukturen den Workflow Deiner Mitarbeiter verbessern, Zeit und Ressourcen sparen und gegebenenfalls sogar bessere Ergebnisse erzielt werden!

Fangen wir mal bei den modernen Strukturen an. Moderne Bürostrukturen im räumlichen Sinn bieten freieres Arbeiten. Das spiegelt sich häufig in Open-Space-Büros wieder, denn der Verzicht auf einengende Wände oder kleine Zellenbüros hilft dabei, Barrieren im Kopf zu überwinden. Das Open-Space-Büro entspricht zudem teamübergreifenden Arbeitsweisen, fördert Kommunikation und durch den schnelleren und offeneren Informationsaustausch steigt auch die Effizienz der Arbeit.

Flexibilität ist hier ebenfalls ein Stichwort! Arbeitsbereiche können durch Stellwände getrennt werden, für Meetings eignen sich auch Bereiche, in denen Sofas, Sitzgelegenheiten und kleinere Tische angeordnet sind. Ein moderner Ablauf hingegen meint vor allem den Workflow.

Wie sieht es mit der Dateiablage aus? Völliges Chaos? Denke darüber nach, Dateien in einem intelligenten digitalen System zusammenzuführen. Deine Mitarbeiter können von überall auf die benötigten Daten zugreifen (Stichwort Home-Office & Covid 19), Teams können gemeinsam an Dateien arbeiten, nerviges rumsuchen in hunderten Verzeichnissen gehört der Vergangenheit an – inklusive der Zeitverluste! Hier bieten sich CRM’s (Custom Relationship Management) an. Das revolutioniert nicht nur die Arbeitsweise in Deinem Betrieb – es ist gleichzeitig ein Service für Kunden (a la „Ich habe mal ein Bett bei Ihnen gekauft, jetzt benötige ich die gleiche Matratze wie die damals mitgelieferte!”) und Du könntest viel effektiveres – und vor allem effizienteres – Marketing betreiben. Mitunter könntest Du sogar nachvollziehen, wer wann an welcher Datei gearbeitet hat. Diese Kontrollfunktion kann mitunter aus datenschutzrechtlichen Bestimmungen hilfreich sein.

Weiterführende Inhalte zum Bereich Datenschutz findest Du übrigens bei unseren Freunden von Datenschutz ist Pflicht.

Auch moderne Arbeitsgeräte machen Mitarbeiter glücklich! Wer mal mit einem veralteten Drucker hunderte Seiten einscannen musste, weiß was wir hier meinen. Auch moderne PC’s und aktuelle Software erleichtern die Arbeit. Und wenn Du Deinen Mitarbeitern die Arbeit spürbar erleichterst, arbeiten diese wiederum zufriedener, schneller und mit weniger Unterbrechungen. Wenn Du das gegen die Kosten gegenrechnest, wirst Du in den meisten Fällen feststellen, dass die Zeiteinsparung gegenüber den Anschaffungs- und Betriebskosten meist lohnt.

Kleiner Pluspunkt am Rande: Moderne Geräte sind energieeffizienter. Wieder eine Win-Win Situation für beide Seiten!

Chaos ordnen

Erlerne eine Methode Deine Innovation zum täglichen Begleiter für optimale Prozesse zu machen.

Freundliche & schöne
Arbeitsplätze!

Ein freundlich gestalteter Arbeitsplatz fördert das Wohlbefinden Deiner Mitarbeiter. Mehr Wohlbefinden bedeutet: Bessere Leistungen!

Etwas, was Du sofort umsetzen kannst, ohne auch nur einen Cent zu investieren, ist die berühmte Clean-Desk-Policy. Diese besagt, dass der Schreibtisch zum Feierabend aufgeräumt sein muss. Setze diese Regel konsequent ein! Neben einem schöneren optischen Bild bietet die Clean-Desk-Policy einen weiteren Vorteil, der in der Psyche Deiner Angestellten ansetzt.

Ein leerer, aufgeräumter Arbeitsplatz am Morgen bietet Deinen Mitarbeitern quasi Leere und Aufgeräumtheit im Kopf. Und dieser innere Platz kann mit den aktuellen Arbeitsthemen gefüllt werden. Mitarbeiter neigen dazu, die Unterlagen für einen Vorgang hervorzuholen. Sie konzentrieren sich besser, weil keine ablenkenden anderen Unterlagen den Kopf und den Schreibtisch belasten. Du könntest diese Clean-Desk-Policy übrigens auch auf den Desktop ausweiten.

Dateichaos auf dem Startbildschirm ade! Und was bringt Dir das als Unternehmer oder Führungskraft? Auch hier werden Deine Mitarbeiter effizienter in der Ausführung der Aufgaben. Freundliche und schöne Arbeitsplätze können aber noch viel mehr! Einige gepflegte Pflanzen im Büro erfreuen das Auge, schlucken Schall und verbessern die Luftqualität.

Auch Licht spielt eine wichtige Rolle – gut ausgeleuchtete Arbeitsplätze sind ein Muss! Sorge dafür, dass Schmuddelecken im Büro verschwinden, die Räume repräsentabel wirken und Deine Mitarbeiter sich wohlfühlen. Und schon hast Du mit kleinen (oder auch großen) Maßnahmen wieder eine Win-Win-Situation erschaffen!

Erfolg garantieren

Erlerne Deine Zeit sinnvoll zu gestalten indem Du die Gründe für Dein Vorhaben gezielt festhältst.

Gegenseitige Rücksichtnahme
& Überbelastung vermeiden!

Im Team gegenseitig Rücksicht nehmen – das ist nicht nur ein unglaublich wichtiger Wohlfühlfaktor, sondern stärkt das Vertrauen in die Kollegen und fördert die Teammentalität. Ob es das Einspringen bei der Frühschicht ist, weil der Kollege einen wichtigen Arzttermin hat, dem älteren Mitarbeiter die schweren Packarbeiten abnehmen, der Auszubildenden Arbeitszeit zur Prüfungsvorbereitung zu gewähren – all diese Verhaltensweisen führen auf einen gemeinsamen Wert: Rücksichtnahme.

Gegenseitige Rücksicht erzeugt bei beiden Parteien ein gutes Gefühl, ein Gefühl der Achtsamkeit, der Anteilnahme und der Hilfsbereitschaft. Dieser Grundstein ist essenziell für ein Team, das gemeinsam nach Zielen strebt und kein Teammitglied unterwegs hängen lässt. Damit einher geht die Überbelastung, meist ausgelöst durch ein zu umfangreiches Aufgabenfeld und zig Zusatzaufgaben, die irgendwie auch immer noch dazu kommen. Die Folge sind permanenter Stress und Zeitdruck bei der Arbeit, aufsteigende Wutgefühle gegenüber den Kollegen – die scheinbar zwischendurch locker flockig Zeit für Gespräche oder Raucherpausen haben – und letztendlich auch schlechtere Arbeitsergebnisse, denn Zeitdruck lässt selten Zeit zur Genauigkeit.

Wer überbelastet ist, versucht mit Überstunden seinen Aufgaben hinterher zu rennen und hat nachfolgend weniger Zeit zur Regeneration. Dieser Teufelskreis lässt sich auch durch genaue Beobachtung brechen. In der Regel bekommt ein Teammitglied mit, wenn der Kollege auf Dauer überlastet ist. Hier greift wieder die Rücksichtnahme – kann ich dir was Arbeit abnehmen? Sollen wir einige Aufgaben umverteilen /  einen neuen Arbeitsplatz schaffen?

So wird wieder das Vertrauen und die Wertschätzung für das eigene Team und das eigene Unternehmen gestärkt, die Arbeitsergebnisse fallen wieder besser aus, die Laune steigt – und Aufgaben werden vermutlich insgesamt schneller erledigt, weil sie auf mehrere Schultern verteilt sind. Du als Führungskraft wünschst Dir diese Mentalität für Dein Team? Lebe es vor!

Früher oder später wirst Du merken, dass Dein Team Deinem Beispiel folgt. Bei eigener Überbelastung kannst Du als Führungskraft ebenfalls Aufgaben abgeben – und auch mal Aufgaben aus Deinem Team abnehmen! Was sich gerade nach Mehrarbeit aus „fremden“ Fachgebieten anhört, hat übrigens mehrere Vorteile: Du wirst als Teammitglied wahrgenommen und die Teammitglieder werden sich offener und vertrauter zeigen, was in zukünftigen Situationen ein entscheidender Vorteil sein kann. Außerdem zeigst Du, dass Du überall anpacken kannst, wenn Not am Mann ist – ebenfalls eine positive Eigenschaft einer Führungskraft, die den Symphatiebalken durch die Decke schießen lässt.

Und zu guter Letzt hast Du wertvolle Einblicke in die Arbeitsbereiche Deines Teams und kannst wesentlich besser abschätzen, wer ausgelastet und wer überbelastet ist – und wer vielleicht noch ruhig eine Aufgabe übernehmen könnte!

Herausforderungen annehmen

Erlerne wie Du jeder Aufgabe Sinn gibst und Deine Fähigkeiten perfekt einsetzt.

Teamgeist!

Nichts ist so wichtig für das Jobglück wie die Teammentalität! In fast jedem der bisher genannten Punkte fließt der Teamgedanke ein. Doch was macht ein Team zum Team? Denke an ein Fußballteam – was macht aus diesen 11 Personen auf dem Spielfeld ein Team? Einfach, nicht wahr?

Es ist natürlich das gemeinsame Ziel! Und so ist es natürlich auch in Unternehmen. Die Abteilung oder viel besser benannt, das Team Rechnungswesen, hat ein großes, gemeinsames Ziel: Eine saubere Buchhaltung, genaue Kennzahlen, pünktliche Zahlungsein- und ausgänge. Dafür hat dieses Team einen riesigen Haufen regelmäßiger und unregelmäßiger Aufgaben, dazu einen Pool an Mitarbeitern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und einer geregelten Aufgabenverteilung.

Dieses Team kommuniziert miteinander, tauscht Informationen aus und bearbeitet Aufgaben gemeinsam, bei Bedarf vertreten Teamkollegen einander und kennen die Aufgabenbereiche und Zuständigkeiten. Wichtig, um eine solche „Abteilung“ zum „Team“ zu machen: Jedes Teammitglied kennt das große gemeinsame Ziel und die Wichtigkeit jeder Aufgabe, mag sie noch so groß oder klein sein. Gemeinsame Spielregeln und Werte helfen, sich aufeinander verlassen zu können.

Außerdem geht die Arbeit und die Lösungsfindung viel leichter von der Hand, wenn alle Teammitglieder allen anderen Teammitgliedern freundlich gesinnt sind. Und hier kommt es häufig zu praktischen Problemen. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, dass jeder jeden mag. Keine Frage, man muss nicht mit jedem befreundet sein, aber völlige Abneigung belastet das Arbeitsverhältnis, das Teamgefühl, die Arbeitsergebnisse und jedes Gespräch miteinander. Ist die Abneigung einmal da, ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen und es lässt sich nur noch Schadensbegrenzung durch Mediationen betreiben.

Um das Teamgefühl jedoch im Gesamten zu stärken gibt es hunderte Methoden – einige kurze gemeinsame Teamübungen findest Du übrigens im Back to Basics Training. Was das Teamgefühl auch verstärkt, sind gemeinsame Unternehmungen. Damit ist nicht nur zusammen essen gehen gemeint! Lasse Dein Team zum Beispiel eine Aufgabe gemeinsam lösen – eine, die bei der Durchführung schon Spaß macht.

Suche nach Teamevents und Du wirst schnell fündig. Gemeinsam ein Boot bauen, einem Knobelraum gemeinsam entkommen, Wettrennen auf der Kartbahn – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und gemeinsame Erinnerungen schweißen zusammen!

Ziele definieren

Erlerne Deine Ziele durch Deine Begabungen zu definieren und konsequent zu erreichen.

Fortbildungen
& Neues ausprobieren

Fortbildungen sind grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Aber was durchaus ungewöhnlich ist, dass Fortbildungen und Lernen nur den wenigsten Freude bringt. Die Lust am Lernen ist uns vergangen, denn zwischen Alltagstrott, Arbeit und Familie müssen (!) wir das auch noch irgendwie in den Tag quetschen. Wir tun so, als ob wir uns nicht selbst dafür entschieden hätten – in manchen Fällen ist das auch so. Doch das muss gar nicht so sein!

Fakt ist: Wir lernen ein Leben lang. Und Neues zu lernen hält geistig fit, lässt uns häufiger um die Ecke denken und fördert kreative Lösungsfindung. Breit gefächertes Wissen ist auch für ein Unternehmen von großem Vorteil! Der IT’ler, der sich schon seit langem für Fotografie & Grafikdesign interessiert: Perfekt für eine Fortbildung geeignet, denn die nächsten Teambilder für Web oder Visitenkarte werden von ihm erstellt. Schon musst du nicht mehr auf externe Dienstleister zurückgreifen, die nächste Gehaltsrunde verschiebt sich durch dieses Benefit nach hinten und Du zeigst Wertschätzung.

Was ist mit Deiner Teamassistenz die sich so für die spanische Kultur interessiert? Eine Level B2 Sprachzertifizierung wäre vielleicht was – und Du holst dir eine weitere Fremdsprache in Dein Team, die sich vielleicht noch als nützlich erweist.

Egal was es ist: Finde heraus, was Deine Mitarbeiter interessiert und fördere diese Interessen, selbst wenn sie dem Unternehmen offensichtlich erstmal nichts bringen. Daraus entwickelt sich beim Angestellten häufiger eine ungeahnte Motivation, die sich auch in der Arbeitsleistung bemerkbar macht. Eine weitere Idee die interessante Situationen herbeiführt: Setze fachfremde Kollegen vorübergehend zusammen!

Der Blick über den Tellerrand lässt uns entdecken, was uns liegt und was nicht – und die Wertschätzung für die fachfremde Arbeit steigen. Denke stets an die langfristigen Wirkungen – und daran, dass Deine Mitarbeiter – und ihre neuen Fähigkeiten – mit großer Wahrscheinlichkeit länger im Unternehmen bleiben!

Mehrwerte erschaffen

Erlerne eine Methode jede Wissenslücke gezielt zu identifizieren und wertvoll für Deine Ziele zu nutzen.

Unternehmensphilosophie!

Auf gemeinsame Ziele sind wir bereits eingegangen. Die Unternehmensphilosophie erweitert gemeinsame Ziele auch um gemeinsame Werte. Konkret bedeutet das: Die Mustermann GmbH mit ihren Mitarbeitern handelt ressourcenschonend, fair und transparent. Das ist ein kurzes Beispiel, was gemeinsame Werte sein können. Jeder Mitarbeiter kennt nun die gemeinsamen Werte und kann sein Handeln und seine Entscheidungen danach ausrichten.

Absolut essenziell für Deine Unternehmensphilosophie ist allerdings die Authentizität. Wenn Du und Dein Unternehmen nicht nach diesen Werten handelt dann ist die Glaubwürdigkeit schnell dahin – nicht nur bei den eigenen Mitarbeitern, sondern auch bei Kunden, Partnern und Lieferanten. Überlege Dir Deine Unternehmensphilosophie gut – idealerweise gemeinsam mit Deinem Team. Denn die Philosophie ist das Ergebnis der aktuellen Kultur.

Steht die Unternehmensphilosophie, geht die eigentliche Arbeit erst los: Wiederholung ohne Ende, die ausgesuchten Werte müssen visuell präsent und spürbar sein. Außerdem werden Arbeitsbereiche, Aufgaben, Produkte etc. dieser Unternehmensphilosophie angepasst. Es hilft Dir, Ziele mit einem Zeitrahmen und einem Ablauf festzulegen.

Beispiel: Bis 2022 werden wir die Rechnungen komplett digital an unsere Kunden übermitteln (ressourcenschonend). Wer auf eine Papierrechnung besteht, zahlt 2,50€ extra für die Belastung der Ressourcen (fair) – die Extrakosten werden gespendet an Amnesty International (transparent + fair + sozial). Das ist ein authentisches und realistisches Ziel, dass der Unternehmensphilosophie folgt.

Auch hier gibt es natürlich weitere Vorteile für Dein Unternehmen:

  • Mitarbeiter identifizieren sich mit Deinem Unternehmen und sprechen darüber
  • Die Bekanntheit des Unternehmens steigt, was unter anderem hilft, neue Kunden oder Bewerber zu gewinnen. Aus dieser ehrlich und ernst gemeinten Unternehmensphilosophie lässt sich auch eine umfangreiche Marketingmaßnahme entwickeln
  • Content ohne Ende für die eigene Webseite und Social-Media Kanäle, für Vorträge, Veranstaltungen, lokale, nationale oder internationale Medien, z.B. in Form von Interviews mit Pressevertretern, Branchenkennern und so weiter.

Natürlich ist das mehr als eine einfache Verbesserung – es ist ein Weg, der auch hilft, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu verbessern. Und wenn es nicht gleich ganz so groß sein soll: Eine Philosophie, wie Du und Dein Team miteinander umgeht ist auch großartig und hilft garantiert.

Stephan Plesnik

Enabler für authentische Unternehmensführung

Danke, dass Du Dich mit dem Thema Mitarbeiterzufriedenheit beschäftigst. Deine Mitarbeiter werden es Dir danken! Wir von Make . Your . Self hoffen, dass Dir unser Artikel und unsere Gedankengänge gefallen haben.

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